Frage zum Laufstil-Training
FRAGE von Florian W. aus Höchstadt:
Hallo Herr Göhner,
mein Name ist Florian Wiedek, ich bin 19 jahre, betreibe Triathlon und bin Schüler der K12 eines Bayerischen Gymnasiums. Der Grund, weshalb ich Sie kontaktiere ist, dass ich meine Facharbeit im Sport Leistungskurs schreibe. Das Thema dieser Facharbeit sind die Vor- und Nachteile des Vorfußlaufens und als Vergleich dazu ebenfalls die Vor- und Nachteile des “normalen” Fersenlaufes. Können Sie mir dafür Informationen geben? Zum Beispiel ob und wie Sie diesen Laufstil trainieren. Schon mal im Voraus Danke.
MfG
Florian Wiedek
ANTWORT von Michael Göhner:
Hallo Florian,
danke für Deine email!
Gerne möchte ich Dir ein paar Hinweise und meine Meinung zu Deiner Frage geben:
Einen Laufstil umzustellen geht recht schwer und macht nur bedingt Sinn! (Es ist natürlich anders, wenn der/ die Läufer/ in z.B. stark nach vorne gebeugt ist oder eine schlechte Armführung hat). Die Muskulatur hat sich meist über mehrere Jahre an den Laufstil gewöhnt und angepasst. Eine Änderung des Laufstil muss somit langsam erfolgen und bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Einen verbesserten Laufstil kann man sehr gut über Sprints trainieren und diese Läufe dann mit der Zeit auf eine längere Strecke (400m) versuchen zu transformieren. Ob man nun Vor-, Mittel- oder Fersenläufer ist, hängt auch sehr stark von der Geschwindigkeit ab. Ein Sprinter könnte nie über die Ferse abrollen. Somit ist klar, dass Weltklasseläufer auf Mittel – und Langstrecke Vorfussläufer sind.
Jedoch sind die besten Marathonis meist Mittelfussläufer. Ein Heile Gebreselassie hat seinen extremen Vorfusslaufstil umgestellt und rollt nun mehr über den Mittelfuss ab. So, nun hoffe ich, dass ich Dir ein wenig helfen konnte und mal den Anfang gemacht habe
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Grüße aus Reutlingen
Michael
PS: Infos etc. kannst Du auch über meine Homepage erhalten oder aus verschiedene Laufbüchern etc. bekommen. Schau mal bei Meyer & Meyer Velag nach.


