GEA-Aktion “Ironmännle”

Artikel im GEA – Reutlinger Generalanzeiger, Ausgabe 02. Mai 2008, über meinen Einsatz am 30. April 2008 für die Aktion “Ironmännle”:
Ab aufs Rad: Vize-Europameister Michal Göhner macht die Ironmännle fit für den Jedermann-Triathlon

Unfreiwilliges Wechseltraining
VON BARBARA FORRO
REUTLINGEN. Das Wechseln ist beim Triathlon die wichtige vierte Disziplin. »Nass aufs Rad zu steigen ist für manchen sicherlich ungewohnt«, sagte Triathlon-Profi Michael Göhner. Wie es sich anfühlt, nach dem Schwimmen aufs Rad umzusatteln, darauf bekamen die angehenden Ironmännle und Ironweible beim Radfahrtraining am Mittwochabend schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Die Sportler wurden vom Regen mehr oder weniger nass.

2008-04-30-gea.jpg Dem Regen getrotzt: Ab aufs Rad ging es für die Ironmännle mit Triathlon-Profi Michael Göhner (rechts).
GEA-FOTO: PACHER

Knapp zwanzig Radler trotzten dem Wetter und wurden dafür mit wertvollen Tipps vom Vize-Europameister im Ironman belohnt. Wie schon in der Woche zuvor boten die TSG Reutlingen und der Reutlinger General-Anzeiger Ausdauersportlern die Gelegenheit, sich vor dem Jedermann-Triathlon der TSG am 18. Mai bei Profis über die kleinen Tricks rund um den Dreikampf zu informieren.

Los ging’s mit einem »lockeren Warmfahren«, wie Göhner sagte. Das brachte einige Teilnehmer aber schon ins Schwitzen: »Er redet von Aufwärmen, und dann fährt er mal eben mit uns vom Stadion bis nach Ohmenhausen«, sagte ein Ironweible nach der halbstündigen Runde. Verschnaufen konnte aber jeder, ehe die Koordinationsübungen auf dem Programm standen. Einbeinig fahren, Slalom fahren, Trinkflaschen vom Rad aus aufheben und wieder abstellen – die Fahrradfahrer waren gefordert. »Der Sitz ist bei einigen zu hoch«, fiel Göhner auf. Als Faustregel gilt hier: Auf dem Sattel sitzen, Ferse auf das Pedal und Bein durchstrecken – »dann habt ihr die ideale Position«, sagte Göhner.

Wegen des Regens fiel das praktische Koppeltraining aus und wurde durch theoretische Tipps ersetzt. »Die Schuhe können auch schon am Rad festgeklickt und durch ein Gummi stabilisiert werden«, verriet Göhner. Damit könne man erst während des Fahrens in die Schuhe schlüpfen. »Aber das muss unbedingt geübt werden, bitte keine Premieren am Wettkampftag«, sagte Göhner.

Stärken und Schwächen

Was die Trainingseinheiten der drei Sportarten angeht, riet Göhner zur Konstanz: »Jede Disziplin pro Woche mindestens einmal trainieren.« Die Jedermann-Teilnehmer haben bei den drei Disziplinen dabei ihre eigenen Stärken. »Laufen ist für mich nach zwei Halbmarathons kein Problem«, sagt etwa Elke Stautner. Die 43-Jährige geht den Triathlon als »neue Herausforderung« an. »Aber das Fahrradfahren ist für mich schon eine Premiere.« Auch Klaus Nieser hat seine Stärken und Schwächen. »Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs«, sagt der 52-Jährige. »Schwimmen zählt jedoch nicht gerade zu meiner Spezialdisziplin.«

Daran kann ja noch gearbeitet werden: Am Donnerstag, 8. Mai, geht’s in der dritten und letzten Trainingseinheit mit Stephan Vuckovic, dem Olympia-Zweiten von Sydney, ins Schwimmbecken des Reutlinger Freibads. (GEA)

Kommentieren

Hauptsponsoren: