Frage zum “Triathlon-Trainings-Fahrrad”

FRAGE von Lukas:
Hi Michael! Als erstes will ich mal sagen, dass ich es klasse finde, dass man sich in dieser Form an Dich wenden kann. Nicht viele Profis machen sich die Mühe, aktiv auf Amateure zuzugehen, das finde ich bei Dir echt klasse.
Ich stehe im Moment vor einem “Problem”. Seit einem Jahr betreibe ich nun Triathlon und bin mir inzwischen sicher, endlich “meinen” Sport gefunden zu haben. Da ich das letzte Jahr und die Zeit davor auf einem alten Basso Stahlflitzer unterwegs war, möchte ich mir jetzt ein eigenes Rad zulegen. Meine Trainerin, selbst Ironman Finisherin, habe ich dazu bereits konsultiert. Sie rät mir von einem Zeitfahrrad mit Zeitfahrlenker und Endschaltung ab, da sie beides zum Trainingsgebrauch für ungeeignet hält. Nun meine eigentliche Frage: Lohnt sich aufgrund der für den Triathlon optimierten Geometrie trotzdem, sich einen Zeitfahrrahmen zu kaufen und diesen dann mit einem normalen Rennlenker und einem Aufsatz aufzustocken oder wäre das eine halbe Sache und somit eher hinfällig?
Ich würde mich riesig über eine Antwort freuen und wünsche Dir weiterhin Erfolg in jeder Hinsicht.
Sportliche Grüße, Lukas.

ANTWORT von Michael Göhner:
Deiner Trainerin gebe ich absolut recht! Ich würde Dir raten, dass Du Dir ein “normales” Rennrad zulegst, denn ein richtiger Zeitfahrrahmen (mit Sitzrohrwinkel 74 bis 78 Grad) kann man eigentlich nicht richtig umbauen.
Einzig ein Rahmen mit normaler Geometrie (73 Grad Sitzrohrwinkel), wie beim Storck Aero verwendet, könntest Du umbauen. Dieser ist aerodynamisch und würde sich auch schnell für ein Windschatten-verbotenes Rennen umbauen lassen. Solltest Du Interesse haben, dann melde Dich einfach bei mir. Einen solchen Rahmen (RH 54) hätte ich noch daheim.
Solltest Du Dir einen Renner kaufen, dann würde ich mir ein gebrauchtes Rad kaufen. Diese sind absolut top, aber eben günstiger. Wichtig dabei ist aber, dass Du den Besitzer kennst, denn bei Carbonrädern darf es kein Unfallrad o.ä. sein. Besonders Vorbau und Lenker aus Carbon sind heikel – diese können bei Beschädigungen einfach abbrechen.
In diesem Sinne, eine richtige Entscheidung. Liebe Grüße, Micha.

Kommentieren

Hauptsponsoren: